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Eugendorf

Freiwillige Feuerwehr Eugendorf

Feuerwehr
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Anfänge des Feuerwehrwesen


Anfänge des Feuerwehrwesen

Die ursprüngliche Brandbekämpfung am Lande ist bekannt. Bei vielen Bauernhöfen gab es kleine Weiher oder Teiche, in denen sich nicht nur Enten tummelten, sondern die auch als Wasserreservoir dienten. Man bildete im Brandfall Eimerketten, wobei es den Nachbarn pflichtgemäß aufgetragen war zu helfen. Die ältesten Eimer waren aus Leder. Bei den offenen Herdstellen von einst gab es oft Kleinbrände, die man ja auf solche Weise meist zu löschen vermochte. Großbränden stand man machtlos gegenüber. 

Die ersten Feuermelder am Land waren die Feuerschützen, außerdem wurde mit den Kirchenglocken geläutet ("angeschlagen"). In den Märkten und Städten oblag es besonders den Nachtwächtern, bei Feuerausbruch Alarm zu schlagen.

Die Anfänge der Feuerwehren im Land Salzburg

Die Anfänge der Feuerwehren im Land Salzburg

Nach den Feuerschutz-Verordnungen für die Stadt Salzburg unter Matthäus Lang (1524) und Markus Sittikus (1619) gab dann Paris Lodron im Jahre 1648 auch eine solche Verordnung für "offene Flecken und Dörfer" heraus. 
Einige Bestimmungen dieser Ordnung lauteten: Die Kamine müssen 2mal jährlich gekehrt werden; Wasserbottiche sind bereit zu stellen, Arbeiten bei offenem Licht sind verboten, in regelmäßigen Abständen ist Feuerbeschau durchzuführen, geeignete "Rettungswerkzeuge" sind anzuschaffen.
Durchführung dieser Bestimmungen wurde dem Pfleggerichten aufgetragen. Nach der Gründung der Landgemeinden (1850) wurde diesen das Feuerwehrwesen anvertraut. Vom Gemeindevorsteher wurden geeignete Leute zur Leitung der Spritze, zur Schlauchführung und zum Besteigen der Gebäude verpflichtet. Auch für hinreichendes Löschwasser hatte die Gemeindevorstehung zu sorgen, in jedem Dorf musste mindestens ein ausgiebiger öffentlicher Brunnen vorhanden sein. 

Die Turnvereine waren es, die dann um die Mitte des vorigen Jahrhunderts die Idee eines freiwilligen Feuerwesens aufgriffen. Vielerorts wurden "Turn- und Feuerwehrvereine" gegründet; 1880 wurde eine Feuerpolizei- und Feuerwehrordnung für das Herzogtum Salzburg erlassen. Diese Ordnung galt für Pflichtfeuerwehren und Freiwillige Feuerwehren in gleicher Weise (Feuerbeschau, Vorschriften für die Art der Kamine, das Kehren der Kamine usw). 
Es gab damals schon 30 Freiwillige Feuerwehren im Land Salzburg. Aus der Zeit um 1900 lesen wir von einer Inspektion der Feuerwehr in Eugendorf: Es gab fahrbare und nicht fahrbare "Löschmaschinen"; es wurde festgestellt, dass genug Wasserteiche vorhanden sind. Das Fehlen von Steigleitern wurde bemängelt. Und noch immer war der Feuerschutz Gemeindeangelegenheit.

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